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Chronik des Trommlercorps der Freiwilligen Feuerwehr Kempen

Alles begann mit der Renovierung und dem Umbau des Gerätehauses in den Jahren 1949-50 anlässlich des Erwerbes des ersten Mannschaftswagens. Bei dieser Gelegenheit entdeckten neugierige junge Leute in einem Schrank des Gerätehauses einige, noch vom früheren Trommlercorps stammende Instrumente. In aller Heimlichkeit wurden diese Instrumente dann mitgenommen, notdürftig funktionsfähig gemacht und man begann damit zu musizieren, oder besser gesagt, „Krach zu machen“. Diese Geräusche wurden aber nicht nur von Nachbarn, sondern auch von Mitgliedern der Feuerwehr wahrgenommen. Nicht all zu schwer war es herauszufinden, woher die jungen Leute die Instrumente hatten. Die Folge, man musste die Instrumente sofort zur alten Lagerstätte zurückbringen.

Dieses Geschehen war aber im Grunde der Ansatzpunkt zur Wiederbelebung des Spielmannswesens und die Gründung des jetzigen Corps. In der Feuerwehrversammlung am 05. August 1950 wurde die Angelegenheit mit auf die Tagesordnung gesetzt. Die Feuerwehrkameraden, besonders die Älteren unter ihnen, erinnerten sich noch mit großer Begeisterung an das frühere Trommlercorps, so dass der Wunsch zur Neugründung auf fruchtbaren Boden fiel. Junge interessierte Leute waren vorhanden. Die Instrumente konnten jetzt offiziell wieder abgeholt werden und weitere Instrumente wurden in eigener Initiative, sowie aus Spendenmitteln angeschafft.

Für die Ausbildung konnten zwei erfahrene Musiker, Carl Croonenbroeck und Paul Fenten, gewonnen werden. Paul Fenten hatte beim früheren Spielmannszug als Flötist mitgewirkt. Auch der letzte Corpsführer, Wilhelm Jansen, machte trotz seines hohen Alters wieder als Tambourmajor mit.

In einem Schuppen am alten Pastorat, wo Wilhelm Jansen wohnte, wurden die ersten Proben durchgeführt.

Der Anfang war gemacht, jedoch musste noch ein schwieriges Problem -die Unifomierung- gelöst werden. Finanzielle Mittel standen dafür nicht zur Verfügung. Für die ersten sieben Mitglieder, Carl Croonenbroeck, Paul Fenten, Heinz Ketelaers, Heinrich Keens, Theo Schürmanns und Hermann Tenberg, wurden, soweit sie nicht Mitglied der Feuerwehr waren, alte Uniformjacken in Ordnung gebracht. Was an Uniformierung für einen ersten Auftritt des Spielmannszuges noch fehlte, wurde freundlicherweise von den Feuerwehrkameraden leihweise zur Verfügung gestellt. Beim St. Martinszug im November 1950 konnte sich dann das neu gegründete Feuerwehr-Trommlercorps erstmals in der Öffentlichkeit vorstellen. Nach diesem ersten öffentlichen Auftritt meldeten sich weitere Interessenten an, so dass schon bald eine Stärke von 17 Spielleuten erreicht wurde.

Maienfahren 1954

Ein halbes Jahr nach der Gründung übernahm Carl Croonenbroeck die Stabsführung bis zu seinem Tode im Jahr 1980.

Ein Umzug von 1966

Für ein Jahr übernahm sein Sohn Karl-Josef Croonenbroeck den Tambourstab, den er dann 1981 an Siegfried Jüdes übergab. Nach 12-jähriger Leitung übernahm Bertram Schwanitz 1993 dieses Amt, welches er bis zum Ende des Jahres 1999 ausführte. Seit Beginn unseres Jubiläumsjahres hat unser Kamerad Frank Pauck dieses Amt inne. Dieser wurde im Jahr 2007 durch Jens Pfeiffer abgelöst.

Mitte der 80er Jahre ergab sich, bedingt durch das Ausscheiden älterer Mitglieder eine völlig neue Situation. Hierdurch stand die Existenz des Trommlercorps in Frage. Durch viel Mühe und Arbeitseinsatz konnten einige junge Leute für das Musizieren im Trommlercorps begeistert werden. Junge Leute sind auch heute noch herzlich willkommen.

Erster Offizieller Auftritt der neuen Jugendlichen Vereinsmitglieder

Schützenfest 1984

Neben all den Auftritten wird die Kameradschaft sowohl früher, als auch heute selbstverständlich gepflegt. Der Spaß am musizieren kann durch gelegentliche Feiern nur noch verstärkt werden.

Das Trommlercorps zählt heute 18 aktive Kameradinnen und Kameraden. Von guter Kameradschaft und Freundschaft bei den Feuerwehrtrommlern zeugen die langen Mitgliedszeiten.

Im Laufe dieser Zeit hat es das Trommlercorps auf weit über 1.600 Auftritte gebracht. Die für Proben aufgebrachte Zeit wollen wir lieber nicht aufrechnen.

Leider ist heute von den Gründungsmitgliedern keiner mehr aktiv im Trommlercorps vertreten. Zu den ältesten aktiven Mitgliedern zählen Werner Spetzius, Hans Lenders und Werner Wahl.

Eine gute Idee war es auch in den 90er Jahren Mädchen und Frauen im Verein aufzunehmen, denn wie man sieht, haben auch junge Frauen sehr viel Spaß am Spiel und der Kameradschaft.

Bei der Pflege des Brauchtums von Tönisberg hat auch das Trommlercorps seinen festen Platz bei der Gestaltung von Festen wie z.B. beim Mühlenfest 1994.

Mühlenfest 1994

Auch im Jahr 2000 ist das Trommlercorps noch nicht müde geworden, neue Sachen auszuprobieren und so haben auch wir uns bereiterklärt, erstmals am Kinderkarnevalszug teilzunehmen. Nach all der Mühe des Lernens „neuer“ Lieder hat uns der Zug jedoch sehr viel Spaß gemacht und wir spielen bis heute regelmäßig in Tönisberg und Nieukerk.

Kinderkarneval 2000

Karneval 2007

Zur Pflege der Kameradschaft werden jedes Jahr verschiedene Aktivitäten organisiert. So gibt es z.B. jedes Jahr ein Sommerfest. Auch haben „die Trommler“ schon einige Regionen Deutschlands bereist, sind in die Welt der Ritter in Bad Bentheim mit einem Ritteressen oder in die Welt der Indianer bei den Karl-May-Festspielen in Elspe eingetaucht. Der Bau „großer“ Schiffe in der Papenburger Meyerwerft wurde ebenfalls mit regem Interesse verfolgt.

Möge sich auch hier die Tradition fortsetzen, dass das Trommlercorps noch viele Jahre bestehen bleibt, zum Wohle der Gemeinschaft und zur Erhaltung alten Brauchtums.